Das Wirtschaftswunder
Als Wirtschaftswunder bezeichnet man in erster Linie einen lange andauernden ökonomischen Aufschwung. Ein gutes Beispiel hierfür ist der wirtschaftliche Aufschwung der Bundesrepublik Deutschland nach der Währungsreform vom Juni 1948. Die Bundesrepublik Deutschland entwickelte sich bis zum Ende der 50er Jahre zur zweitstärksten Wirtschaftsnation der Welt. Diese Position hatte Deutschland bereits vor dem Ersten Weltkrieg, damals allerdings auf einem mehr als doppelt so großen Staatsgebiet. Die Vereinigten Staaten von Amerika blieben immer die unangefochtene Nummer 1 in der Rangliste. Ludwig Erhard, der von 1949 bis 1963 deutscher Wirtschaftsminister war, stellte nach der Währungsreform die politischen Weichen für den wirtschaftlichen Aufschwung. Ludwig Erhart war ein Verfechter der freien Markwirtschaft. Er war der Meinung, dass sich die Politik weitgehend aus der Wirtschaft raushalten soll und lediglich für geeignete Rahmenbedingungen sorgen soll. Im Bewusstsein der Bevölkerung war der Anfang der Wirtschaftswunderzeit das Ende der Nachkriegszeit. Denn von nun an wurde mehr in die Zukunft geblickt. Der Wille und die Aufbruchsstimmung der Bevölkerung war entscheidender als die staatlichen Verträge mit den Siegermächten.
Autor:
Patrick Bienia
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