Handy Games mit Werbepausen als neue Art des Mobile Marketings
Der Markt für Computerspiele boomt wie noch nie und ist schön längst nicht mehr allein auf PC- und Konsolenspiele beschränkt. Das Handy feiert einen Siegeszug in der Spiele-Branche und verweist andere Geräteklassen mit seinen multifunktionellen Fähigkeiten nach und nach auf die Plätze. Das Handy wird Handhelds, wie Gameboy, Nintendo DS und Sony PSP schon in wenigen Jahren ernsthaft Konkurrenz machen, prophezeien Marktforscher (Informa, Screen Digest, 2005).
Mit diesen absehbaren Entwicklungen gewinnen Handy Games zunehmend an Bedeutung in der Werbebranche und haben verschiedene Formen des Mobile Marketings hervorgebracht. Auf dem Markt der PC- und Konsolenspiele hat sich z.B. InGame-Advertising bereits etabliert und wird von der interessanten, aber schwer erreichbaren Zielgruppe der 18- bis 24-jährigen gut akzeptiert. Bei dieser Form der Werbung wird Produktwerbung in das Spielgeschehen eingebunden, z.B. durch Bandenwerbung bei Fußballsimulationen oder Plakate in der virtuellen Welt des Spiels. Die Werbung dient damit vornehmlich der Markenkommunikation. Aktuell wird diese Werbeform von unabhängigen, auf InGame-Werbung spezialisierten Agenturen, wie z.B. Massive Inc. und IGA Worldwide, umgesetzt.
Eine neue Art des InGame-Advertisings im Handyspiel-Segment bietet das so genannte Instant-In-Game-Advertising der Zelfi AG. Hierbei werden Werbebotschaften innerhalb der Anwendung einer Handysoftware an passenden Stellen, z.B. zwischen zwei Leveln eines Handy-Games, eingeblendet. Die Text-Anzeigen können von den Werbekunden kurzfristig geschaltet werden und eigenen sich nicht nur zur direkten Verkaufsförderung, sondern durch ihre Interaktivität auch für kleinere Marktforschungszwecke. Bei Instant-In-Game-Advertising wird über das Opt-In-Prinzip die Einwilligung des Handybesitzers für eine Datenverbindung mit der Mobile Marketing-Plattform eingeholt. Bei Zustimmung dieser HTTP-Datenübertragung wird eine Werbebotschaft in Echtzeit auf der Datenbank der Technik-Plattform ausgewählt und an das Mobiltelefon übertragen. Eine Werbeschaltung in dieser Form ist hochflexibel und erlaubt sehr kurzfristige Werbeaktionen, die außerdem über Filtermechanismen zeitlich, regional und auf Zielgruppen hin eingeschränkt werden können.
Für den Handy-Nutzer kann es von Vorteil sein, wenn er bei der Nutzung eines solchen Angebots einige Angaben zu seinem Profil preisgibt. Die Plattform ermittelt für den jeweiligen Nutzer passende Werbeinformationen und sorgt auf diesem Weg für individuell relevante Informationen für den Konsumenten.
Autor:
Andreas Berg
andreas.berg [at] zelfi.com