Hanf der Rohstoff der Zukunft
Hanf ist einer der Rohstoffe, dem Experten das größte Zukunftspotential zusprechen. Auch wenn man es sich vielleicht nicht so ganz vorstellen kann, so handelt es sich beim Hanf um eine Pflanze die einen wertvollen Rohstofflieferanten darstellt. So können zahlreiche Bestandteile der Hanfpflanze wie zum Beispiel Stile, Blätter und auch die Wurzeln industriell weiter verarbeitet werden. So werden beispielsweise aus den Pflanzenstilen Hanffasern gewonnen. Die Zwischenprodukte können dann zu den unterschiedlichsten Produkten verarbeitet werden. So ist vor allem die Hanffaser für die Textilindustrie sehr interessant, denn sie verfügt über solch gute Eigenschaften, dass sie andere Fasern vom Markt verdrängen könnte.
Doch es sind nicht unbedingt die besonderen Eigenschaften der Hanfprodukte oder die Zwischenprodukte, welche den Hanf so beliebt machen. Es sind vor allem die niedrigen Produktionskosten, weshalb die Industrie auf den Rohstoff Hanf so scharf ist. Allerdings kann die hohe Nachfrage der Industrie momentan nicht befriedigt werden – denn was den Hanfanbau betrifft, so steckt dieser noch in den Kinderschuhen. Erst seit dem Ende der Neunziger Jahre ist es in Deutschland wieder erlaubt Hanf anzubauen – und bei dem Hanf der angebaut werden darf, handelt es sich um so genannten Nutzhanf.
Unter Nutzhanf versteht man eine Hanfart, die so gezüchtet wurde, dass sie kein THC bildet und gleichzeitig über ein äußerst gutes Wachstum verfügt – denn je besser die Hanfpflanzen wachsen, desto mehr Rohstoff kann gewonnen werden. Gleichzeitig ist es so, dass der Nutzhanf äußerst Wetter resistent ist. Gerade in Deutschland müssen die Nuthanfkulturen so einiges wegstecken – denn das Klima und die Wetterverhältnisse können es einigen Pflanzen sehr zu schaffen machen.
Autor:
Heinz Wiedow
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