KU 2.1.2.5 Die Bewertung von Konzernen
Der DCF-Ansatz in der bisher dargestellten Form ist am ehesten für die Bewertung von Geschäftseinheiten anwendbar. Soll das gesamte Unternehmen bewertet werden, sind dazu mehrere Schritte nötig, die im folgenden kurz angesprochen werden sollen.
Zu Beginn wird das Unternehmen in Geschäftsbereiche aufgeteilt, die jeweils einzeln nach der DCF-Methode zu bewerten sind.[46] Dabei ist zu beachten, daß die Bereiche im allgemeinen unterschiedliche geschäftsspezifische Risiken aufweisen.[47] Danach werden die Werte der einzelnen Geschäftsbereiche aggregiert und der Wertbeitrag der Zentale sowie der Wert des nicht betriebsnotwendigen Vermögens hinzugerechnet. Nach Abzug des Marktwertes des Fremdkapitals (bei Anwendung des Gesamtkapitalansatzes) erhält man den Shareholder Value des Konzerns:[48]
| Summe der Wertbeiträge der Geschäftseinheiten | |
| + | Wertbeitrag der Zentrale |
| + | nicht betriebsnotwendiges Vermögen |
| - | Marktwert des Fremdkapitals |
| = | Shareholder Value des Gesamtunternehmens |
(Die Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf die Fußnoten)
2.1.3 Der Ansatz des Economic Value Added (EVA)
Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung
Admin 23:26, 4. Mai 2006 (CEST)