KU 2.1.2 Die Discounted-Cash-Flow-Methode (DCF-Methode)
Der aus den USA stammende Discounted-Cash-Flow-Ansatz stellt eine Möglichkeit dar, den Shareholder Value, also den Wert des Unternehmens für die Anteilseigner, aus prognostizierten Cash Flows zu ermitteln. Der Unternehmenswert ergibt sich dabei als Barwert aller zukünftigen Freien Cash Flows (Free Cash Flows). Die Freien Cash Flows stellen dabei die Zahlungsüberschüsse dar, die nicht für Ersatz- oder Erweiterungsinvestitionen in das Sachanlagevermögen oder das Working Capital benötigt werden[19] und damit für die Ausschüttung zur Verfügung stehen.
Da eine Schätzung der Freien Cash Flows für längere Zeiträume zunehmend schwieriger wird, wird im allgemeinen von einem Prognosehorizont von 5 bis 10 Jahren ausgegangen.[20] Die danach anfallenden Cash Flows gehen in Form eines Restwertes, der den Unternehmenswert im letzten Jahr darstellt, in die Berechnung ein. Die Ermittlung des Shareholder Value läßt sich grob in folgender Formel zusammenfassen:
![]()
mit: n = letztes Jahr des Prognosezeitraumes
Diese Formel soll nun weiter präzisiert und die einzelnen Größen näher betrachtet werden.
(Die Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf die Fußnoten)
2.1.2.1 Eigenkapital- oder Gesamtkapitalansatz?
Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung
Admin 23:25, 4. Mai 2006 (CEST)